Verdächtiges Erbgut – Wie der Bundesrat den institutionell Rassismus der Polizeiarbeit ausbaut.

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Illustration zu Genetic Profiling aus einem wissenschatlichen Artikel (Raúl O. Cosentino, Fernán Agüero, Plos One, 2014)

Der Bundesrat will die DNA-Analyse für die Strafverfolgung ausweiten. Das wird vor allem Minority Groups treffen und der Gefahr von Stereotypisierung, Diskriminierung und letztlich Genetic Racial Profiling aussetzen. Bisher sind nur das DNA Profiling (genetischer Fingerabdruck) und die Ermittlung des chromosomalen Geschlechts erlaubt. Alles weitere ist aufgrund des Persönlichkeits- und Datenschutzes verboten. Nun soll auch die Analyse von DNA-Spuren in Hinblick auf phänotypische Merkmale (Haut-, Augen-, Haarfarbe etc.) und die sogenannte biogeographische Herkunft (Race, Ethnicity) erlaubt werden. Diese sind zum einen ungenau, aber vor allem sind sie nur selten ermittlungsweiterführend wenn sich daraus Merkmale der Mehrheitsbevölkerung betreffen, weil dann zu viele Tatverdächtige in Frage kommen.

Wie solche Methoden zu einem weiteren Einfallstor für den Ausbau des institutionellen Rassismus der Polizei wird, zeigt ein Beitrag von Susanne Schultz und Tino Plümecke in der Jungle World vom Juli 2017 mit Blick auf das Deutsche Recht:

> https://jungle.world/artikel/2017/28/verdaechtiges-erbgut

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